Dienstag, 19. September 2017

Karibu Sana "Laufen für Wasser" Spendenlauf in Winterborn

Auch dieses Jahr gab es wieder den 24 Stunden Spendenlauf bei mir vor der Haustür in dem kleinen Dörfchen Winterborn. Keine Frage, dass ich dabei bin um für einen guten Zweck zu laufen.

Aber eins war mir schon bei der Anmeldung klar. Es wird für mich keinen 24 Stundenlauf geben. Auf Grund meiner voran gegangenen Verletzung der Haglundferse würde ich nur solange laufen wie es schmerzfrei geht. Ich wollte den Weg der Genesung nicht durch unkontrollierten Ehrgeiz zunichte machen. Bin ja froh überhaupt wieder auf der Strecke zu sein.

Gesagt getan. Ich freute mich auf viele alte Bekannte von letztem Jahr.


Hier seht ihr die Anmeldung und auch gleich wofür gelaufen wird. Es geht um Projekte in Tansania. Die Strecke ist ein Rundkurs von 3,4 Kilometer mit 50 Höhenmeter. Man darf 24 Stunden lang laufen, gehen, walken, mit Hund, ohne Hund. Aussetzen, wieder einsteigen. Vollig zwanglos, denn es ist kein Wettkampf. Es geht um die erlaufenen Runden für die es ein Spende von 2 € zu entrichten gibt.
Start ist Samstags um 12:30 Uhr und Ende Sonntag 12:30. Für Verpflegung ist gesorgt. Man kann in der angrenzenden Halle auch ein paar Stunden schlafen oder sich ausruhen. Alles wirklich super durchdacht und organisiert von Tatjana und ihrem Team. Ein ganz großes DANKESCHÖN hierfür.


Tatjana mit ihrem Mann Gisamo (Foto ausgeliehen von FB)


So langsam kommen sie


Meine Frau war zur Unterstützung auch wieder dabei (Danke Stephan fürs Foto)


Extra windschnittige Frisur


Völlig entspannt die Atmosphäre


Fachsimpeln mit Stephan und Frank


Wartbergläufer und Rheinhessenläufer :-)


Überschaubares Starterfeld

Die afrikanischen Uhren ticken anders, sogar in Winterborn deshalb wurde es auch nicht so genau genommen mit der Startzeit von 12:30. Mit guten 4 Minuten Verspätung gab endlich den Startschuss.


Direkt zu Beginn geht es erstmal rauf 


Na gut dann wollen wir mal

Ich begann dann auch ganz locker zu laufen und es gab ja noch so viel zu quatschen. Echt schlimm wir Männer :-)
Allerdings hatte ich schon von Anfang an die Alarmglocke aktiviert und ich wollte nur solange laufen wie sich meine gerade genesende rechte Ferse ruhig verhält. Ich genoss jeden Meter durch den Wald. Ich konnte sogar eine Runde mit Gisamo drehen und etwas reden. Musste ihn aber dann ziehen lassen. Zu schnell. 
Schön endlich mal wieder bei einer Veranstaltung teilzunehmen. Das letzte Mal war Anfang Juni, also vor drei Monaten und das mit Schmerzen. Ha und nun ohne jegliches Zipperlein.


Schön ist es


Bersch ruff mach ich langsam

Es kam dann die Runde 7 und es bahnte sich etwas an. Ja die Glocke klingelte. Es sollte doch nicht jetzt schon...doch da war er wieder der lange bekannte Schmerz an der Ferse. Vor Monaten noch bin ich einfach weiter in den Schmerz hineingelaufen und immer weiter. Mein Ortophäde hat mich eines anderen belehrt. Wenn ich Spaß am Laufen haben will, dann höre auf die Signale. Das tat ich und beschloß noch die Runde 8 zu laufen, dann Schluss.




Die Letzte :-( nur noch den Berg runter

Tja das war es dann mit dem 24 Stunden Lauf. Nach drei Stunden fertig.


Meine magere Ausbeute für 2017 in Winterborn. Letztes Jahr noch 98 Kilometer

Nächstes Jahr bin ich hoffentlich mit ein paar mehr Runden und gesund wieder dabei. Heute am Dienstag nach dem Lauf bin ich dank meiner Übungen wieder schmerzfrei und somit war die Entscheidung nach Runde 8 auszusteigen richtig.

Vielen Dank fürs Lesen meines Blogs. Und immer dran denken. Hört auf die Signale eures Körpers. Wir wollen doch alle noch länger Spaß am Laufen haben.

Der Rheinhessenläufer

Montag, 11. September 2017

Durch das Tal der Tränen...Karibu Sana "Laufen für Wasser"...Selztal Ultra 3.0

Lange ist es her seit meinem letzten Beitrag. Genau am 20.6. war das. Zu dieser Zeit wurde bei unserer Hündin Mona Rachenkrebs diagnostiziert. Nicht behandelbar also das Todesurteil. Wir machten ihr die letzten Tage so schön wie es uns möglich war. Leider mussten wir Mona am 10.Juli einschläfern lassen.
Das riss meiner Frau und mir den Boden unter den Füßen weg. 10 Jahre war die Maus bei uns. Bilder erspare ich mir denn es tut noch so weh.
Um so mehr wollten wir uns nun um unseren Rüden kümmern. Ihm von dem Verlust seiner Freundin ablenken. Bei Nando fing es mit Durchfall an. Über Tage nicht in den Griff zu bekommen. So schlimm, dass unsere Tierärztin uns in die Tierklinik überwiesen hat. Dort verbrachte mein 4 Beiniger Freund 3 Tage und war dann auf dem Weg der Besserung als wir ihn abholten.
Zu Hause wurde er gehegt und gepflegt allerdings wollte er nicht wirklich fressen. Wir haben wirklich alles Menschenmögliche getan, aber die Trauer zu seiner Freundin war so groß, dass er das Fressen und Trinken einstellte.
Am 2. August mussten wir meinen besten Freund Nando mit 14 Jahren (davon 12 bei uns) auch einschläfern lassen. Er war komplett von oben bis unten durchgecheckt worden. Er war gesund und es war sein Wunsch der Mona zu folgen.
Ihr könnt euch nicht vorstellen wie hart das ist einen gesunden Hund gehen zu lassen weil es seine Entscheidung ist nicht mehr zu fressen. So groß war die Liebe zu seiner Freundin.
Da waren meine Frau und ich dann endgültig ganz unten angekommen.


Das ist Alles was übrig geblieben ist

So war es von einem auf den anderen Tag so leer in dem Haus und im Herzen.

Der aufmerksame Leser wird sich erinnern, dass ich zu dieser Zeit in Behandlung mit meiner Haglundferse war. Somit entfiel auch das Ventil Laufen. Das durfte ich nämlich nicht. 8 Wochen Laufverbot bedeutete in dieser Situation der Supergau. Die einzige Alternative war das Fahrrad. Ich spulte in diesen 2 Monaten dann 1200 Kilometer runter. Keine dauerhafte Alternative für einen Läufer.
Nun habe ich meine Haglundferse einigermaßen im Griff. 


Geht wieder

Der Weg zum Laufen war steinig. Auch neue Schuhe die meine Ferse entlasten trage zu dem Erfolg bei (dazu mehr in einem anderen Beitrag) An Tempotraining oder schnelle Einheiten ist zur Zeit nicht zu denken. Ich möchte nichts riskieren und bin heilfroh, dass ich wieder auf die Piste kann.

Am Samstag den 16. September startet der 24 Stundenlauf "Laufen für Wasser" an dem ich letztes Jahr teilgenommen habe. Es steht außer Frage, dass ich auch dieses Jahr wieder dabei bin. Es werden sicherlich keine 24 Stunden bei mir werden, denn dann ist mein Fuß wieder hinüber. So lange es geht werde ich meine Runden drehen und freue mich auf die vielen Bekannten Gesichter.


Auch ein weiteres Projekt wird im November stattfinden. Nämlich der von mir einmal inzenierte Selztal Ultra in der Version 3.0


Das war am 23.4.2016 im Ziel

Auf Facebook in der offenen Gruppe Selztal-Ultra 2.0 gibt es schon genauere Information.

Meine lieben Leser das war es erst Mal. Ihr seht ich versuche trotzdem nach vorne zu schauen und aus dem Tal der Tränen herauszukommen.

Ihr werdet nun hoffentlich wieder öfters von mir lesen.

In diesem Sinne bleibt gesund und nicht unterkriegen lassen.

Euer Rheinhessenläufer